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Ledermöbel richtig pflegen

Das neue Ledersofa oder Großmutters Lederhocker als Erbstück – die Haltbarkeit solcher Möbel steht und fällt mit der richtigen Pflege. Zunächst einmal kommt es auf die Art des Materials an. Ist es Glatt- oder Rauleder? Ist es alt oder neu? Reden wir mal darüber, was es bei der Pflege zu beachten gibt!

Glattleder – kleine Verschmutzungen oder Komplettreinigungen

Das neue Echtledersofa ist schmutzig geworden? Hier sollte am besten sofort gehandelt werden! Trage zur Reinigung einen milden Lederreiniger auf einen Schwamm oder ein Tuch auf. Einfach sanft über die verschmutzte Stelle reiben, der Schmutz wird von dem Tuch oder Schwamm aufgenommen. Wenn die Verschmutzung auf deinem neuen Ledersofa hartnäckiger ist, empfehlen wir einen stärkeren Reiniger zu verwenden und eventuell eine weiche Bürste.

Grundsätzlich gilt, dass Sofas aus Glattleder etwa zweimal im Jahr mit einem Lederöl oder einer Ledermilch behandelt werden sollten. Dein Sofa ist besonders hell? Hier empfehlen wir dir außerdem in den ersten drei Jahren Versiegelungsmittel zu nutzen. Damit wirkst du dem Abfärben von Kleidung auf das Glattleder entgegen.

Ältere Sofas können regelmäßig z.B. mit einem Staubsauger oder einer weichen Bürste grundgereingt werden. Wurden so die gröberen Verschmutzungen entfernt, ist es empfehlenswert, regelmäßig einen Reiniger aufzutragen. Hier solltest du dich bei der Reinigung langsam vorarbeiten. Das heißt, kleine Flächen reinigen und den Schmutz sofort aufzunehmen, anstatt das ganze Sofa einzuschäumen.

Unser Tipp: Der Eindrück-Test!

Du bist dir nicht sicher, ob dein Möbel Pflege braucht? Drücke einfach mit dem Finger in das Leder. Wenn dadurch keine Faltenbildung auftritt, ist die Pflege noch nicht nötig. Bilden sich allerdings Falten und zieht sich das Leder nur langsam und unregelmäßig zurück in die Ausgangsposition, ist es ein Zeichen dafür, dass dein Leder zu trocken ist und Pflege benötigt. Hier am besten sofort mit der Pflege beginnen, da sich sonst Risse bilden können.

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Vernachlässigtes Leder: Risse und Schäden beheben

Das Leder ist brüchig und rissig? Hier empfiehlt es sich sparsam und vorsichtig mit einem Tuch oder Schwamm Lederfett aufzutragen. Das Fett sollte dann erstmal bis zu zwei Tage einziehen. Das überschüssige Fett kann dann mit einem trockenen Tuch entfernt werden. In der Einwirkzeit nicht darauf setzen, sonst gibt es Fettflecken!

Färbung – worauf du achten solltest!

Pflege reicht nicht mehr aus und du willst die Farbe des Leders auffrischen? Hier ist es wichtig, das Material nach der Reinigung zunächst zu entfetten. Hierzu kannst du Reinigungsbenzin verwenden. Schau dir das Material auch noch einmal genau an. Wenn es größere Schäden, Risse oder Löcher aufweist, sollten diese vorher behandelt werden. Du kannst hier mit einem feinen Leder-Schleifpapier die Unreinheiten glatt schleifen. Die Brüche sollten dann noch mit Flüssigleder geschlossen werden.

Beim Auffrischen der Lederfarbe auf keinen Fall Schuhpflege- oder sonstige Produkte verwenden, da sie leicht abfärben können. Für die Färbung bei Polstermöbeln gibt es spezielle Farbauffrischer. Nach der Färbung empfiehlt es sich ein Pflegemittel aufzutragen. Statt Lederfarbe kannst du auch ein tönendes Pflegemittel verwenden um verblichene Farbe aufzufrischen. Die Pflege wird mit einer Bürste aufgetragen und nach der Trockenzeit mit einem Tuch aufpoliert.

Achtung bei Antikleder! Hier geht man grundsätzlich anders bei der Färbung vor. Die abgetragenen und abgenutzten Stellen werden hier meist mit schwarzer Farbe gefärbt und diese Bereiche dann nach Trocknung des Materials mit einem feinen Schleifpapier abgeschliffen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist.

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So steigerst du die Haltbarkeit deines Polstermöbels

Über die Reinigung hast du nun viel gelernt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Haltbarkeit also steigern lässt, indem du zweimal im Jahr dein Sofa mit einem Lederöl oder einer Ledermilch behandelst und zwischendurch drauf achtest, dass das Leder nicht zu trocken wird. Verschmutzungen behandelst du am besten sofort. Weiterhin empfehlen wir dir, deine Möbel nicht direkter Sonneneinstrahlung und Heizkörpern auszusetzen.

Mit diesen Tipps steht jahrelanger Freude mit deinen Möbeln nichts im Weg!

Eure Johanna

Bilder: Quelle – deinSchrank.de