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7 Einrichtungsfehler im Schlafzimmer, die du vermeiden solltest

Leidest du unter unruhigem Schlaf? Schuld daran ist häufig die Einrichtung des Schlafzimmers, die sich negativ auf Körper und Psyche auswirken kann. Wir haben für dich die 7 häufigsten Einrichtungsfehler im Schlafzimmer zusammengetragen, damit du deine Einrichtung anpassen und schon bald deine wohlverdiente Nachtruhe genießen kannst.

Im Durchschnitt halten wir uns täglich acht Stunden im Schlafzimmer auf. Davon befinden wir uns etwa sieben Stunden im Schlummerland; die übrige Zeit verbringen wir damit, Ordnung zu schaffen, uns an- oder umzukleiden, den Tag ausklingen zu lassen oder die Zweisamkeit mit dem Partner zu genießen. Kein Wunder also, dass Einrichtungsfehler im Schlafzimmer sich bemerkbar machen und sich auf unsere Ruhe und Ausgeglichenheit negativ auswirken können. Gestaltung und Atmosphäre tragen zur Qualität unseres Schlafes und Wohlbefindens bei und sollten daher gut durchdacht sein. Hier folgen unsere 7 besten Tipps zum Einrichten deines Schlafzimmers.

1. Typischer Einrichtungsfehler im Schlafzimmer: Möbel zu groß, Raum zu klein

Unser erster Tipp fürs Einrichten deines Schlafzimmers: Beschränke dich auf das Wesentliche! Bett, Nachttisch und Kleiderschrank sind die Grundausstattung. Alle weiteren Möbel und größeren Gegenstände solltest du nach Möglichkeit woanders unterbringen, denn sie füllen den Raum nur unnötig und machen gerade ein kleines Schlafzimmer schnell zur Sardinenbüchse. Die Platzenge wirkt sich auch auf deinen Schlaf aus und kann deinen Stresslevel erhöhen.

In geräumigen Schlafzimmern kannst du große Schränke ohne Probleme platzieren. Aufgrund der großen Raumfläche wirken sie hier weniger massig und nicht erdrückend. Solltest du auch in einem kleinen Schlafzimmer nicht auf einen großen Schrank mit viel Stauraum verzichten wollen, kannst du diesen typischen Einrichtungsfehler im Schlafzimmer dennoch vermeiden: Integriere deinen Schrank unauffällig in eine Nische oder arbeite verspielte Fronten als Deko-Objekte ein. Beides ist mit einem maßgefertigten Schrank wunderbar möglich. Auch kannst du beispielsweise einen Schrank mit schlichten Fronten und ohne Griffe an einer gesamten Zimmerwand entlang platzieren, sodass das Möbelstück fast wie eine Wand anmutet.

Ein weiterer toller Tipp für das Einrichten deines Schlafzimmers: Nutze die Wand hinter deinem Bett als Stauraum. Im Rest des Raums kannst du so auf massige Möbel verzichten und erhältst dadurch die Weite des Zimmers.

2. Lass dein Schlafzimmer nicht zur Rumpelkammer werden

Frage: Was hat nichts im Schlafzimmer zu suchen? Antwort: Wäscheständer, Bügelbrett, Aktenordner, Arbeitsgeräte, Schreibtisch, Laptop, Wäscheberge, Sportgeräte, Staubsauger, Klappleiter, Kofferberge … Welche Gegenstände kommen dir als Erstes in den Sinn, wenn du an dein Schlafzimmer denkst? Jawohl, ein typischer Einrichtungsfehler im Schlafzimmer!

Gerade in kleineren Wohnungen ist das Schlafzimmer häufig der einzige Bereich, der von Besuchern nicht betreten wird. Erinnerst du dich daran, wie du als Kind Dinge im Kleiderschrank und unter dem Bett hast verschwinden lassen? Nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“? Nichts anderes praktizieren viele auch noch als Erwachsene. Was niemand zu Gesicht bekommen soll, das wird im Schlafzimmer abgeladen. Wenn du es auch so machst, begehst du einen der größten Einrichtungsfehler im Schlafzimmer.

Du kannst dein Schlafzimmer noch so sorgfältig gestalten, wenn du es anschließend mit Dingen zuschüttest, die der Atmosphäre den Wohlfühlfaktor rauben, sind alle Einrichtungsbemühungen vergebens gewesen. Natürlich wirst du dich jetzt fragen, wohin du die Dinge deines Haushalts denn sonst tun sollst. Die Antwort lautet: Na ins Schlafzimmer – aber nicht einfach so! Stattdessen machst du dem schleichenden Rumpelkammer-Charakter mit ausreichend Stauraum den Garaus. In einem maßgefertigten Schrank kannst du verschiedene Bereiche festlegen, in denen Gegenstände wie Bügelbrett, Aktenordner und Staubsauger gut verborgen unterkommen, ohne eine schöne Inneneinrichtung zu konterkarieren.

Bedenke aber bei allen tollen Ideen fürs Schlafzimmer: Ein Übermaß an Dekoration kann ebenfalls Unruhe in das Zimmer bringen, da viele Gegenstände auch viele Sinnesreize bedeuten.

3. Schlafzimmer einrichten ohne Elektrosmog und Stressauslöser

Jeder achte Deutsche hat es mit Einschlafproblemen zu tun. Neben psychischen Belastungen wie einer gedrückten Stimmung oder dem bekannten „Gedankenkarussell“ ist ein weiterer Schlafkiller ein hausgemachtes Problem: der flimmernde Bildschirm. Der Fernseher, das Smartphone oder das Notebook mögen Entspannung und Entertainment am Abend versprechen. Aber rechtzeitig den Absprung ins Schlummerland zu schaffen – das gelingt nur jedem Zweiten.

Fernsehen wurde in den letzten Jahrzehnten für viele zum Schäfchenzählen 2.0. Man möchte abends nach der Arbeit nur noch abschalten, entspannen und sich berieseln lassen bis man seelenruhig einschlummert. Das Gegenteil ist aber der Fall. Schlafexperten raten davon ab, einen Fernseher im Schlafzimmer aufzustellen. Denn Einschlafen bei Geflimmer und Dauerbeschallung führt zu einem wenig erholsamen Schlaf mit vielen Unterbrechungen. Wenn du diesen Einrichtungsfehler im Schlafzimmer vermeidest und außerdem das Telefon oder Tablet im Blaufiltermodus verwendest und beizeiten aus der Hand legst, wirst du vielleicht schon bald wieder ruhiger schlafen können.

Weitere Stressauslöser können Wäscheberge, Sportgeräte, Arbeitsunterlagen und Haushaltsgegenstände sein. Sie alle führen dir vor Augen, was du dir vielleicht vorgenommen, am Tag aber doch nicht geschafft hast. Das setzt dich unnötig unter Druck und belastet deine Schlafqualität. Konzentriere dich lieber darauf, dein Schlafzimmer so einzurichten, dass du dich abends auf eine ruhige, vom Tag losgelöste Atmosphäre freuen kannst.

4. Möbel ins Schlafzimmer – und das war’s?

Im Wohnzimmer schaffen Blumen, Lichtinstallationen und Accessoires eine wohnliche Stimmung und behagliche Wohnatmosphäre. Selbst im Badezimmer sind Handtücher und Duschvorleger aufeinander abgestimmt, kleine Dekoschalen schaffen Ordnung bringen Farbe in die Nasszelle. Und im Schlafzimmer?
Ein häufiger Einrichtungsfehler im Schlafzimmer ist, es gestalterisch zu vernachlässigen. Auch wenn du die meiste Zeit hier mit geschlossenen Augen verbringst, gilt: Sammle Ideen, die dein Schlafzimmer zu einer Wohlfühloase machen und dich entspannen lassen! Umgib dich mit deinen Lieblingsstücken – sei es dir selbst wert, selbst ein kleines Schlafzimmer liebevoll zu gestalten!

Auch für besondere Raumsituationen gibt es praktische Tipps, dein Schlafzimmer so einzurichten, dass du dich wohlfühlst. Extrem hohe Decken einer Altbauwohnung kannst du zum Beispiel durch farblich abgesetzte Wände gemütlicher gestalten. Die Farbe gibt dem Raum mehr Tiefe; auch eine umlaufende Stuckkante lässt die Decke niedriger wirken. Niedrige Decken können dagegen durch einen hellen Anstrich und raumhohe Möbel nach Maß „gestreckt“ werden.

Es mag zunächst wie ein Luxusproblem klingen, doch auch in einem großen Schlafzimmer sind Einrichtungsfehler schnell gemacht. Minimalismus ist zwar stark im Trend, ein großer Raum ohne Möbel wirkt allerdings schnell verloren. Dann wirkt das Schlafzimmer leer und kalt. Gönne es dir daher, den Platz voll zu nutzen. Wähle ein geräumiges Bett, kombiniere es zum Beispiel mit einem Hocker am Fußende und einem großen, schweren Teppich. Platziere außerdem noch einen Designer-Sessel oder ein gemütliches Sofa im Schlafraum. Wichtig: Beziehe beim Einrichten deines Schlafzimmers alle Ebenen mit ein und kombiniere hohe Möbel mit niedrigen.

5. Einrichtungsfehler im Schlafzimmer: Flutlicht oder Dunkelkammer

Zu hell zum Schlafen, zu dunkel zum Lesen – in puncto Beleuchtung kann man auch im Schlafzimmer einen Einrichtungsfehler begehen. Eine gemütliche und warme Beleuchtung lädt vor allem zum Erholen ein. Zum Lesen oder Ankleiden ist sie allerdings nicht sehr hilfreich. Eine Festtagsbeleuchtung dank heller Deckenstrahler ist zwar wiederrum zum Ankleiden perfekt, lässt aber keine gemütliche Stimmung aufkommen. Nebenbei hindert dich die helle Straßenbeleuchtung nachts am Einschlafen, während heruntergelassene Rollläden dich aufgrund Lichtmangels den ganzen Tag verschlafen lassen können.
Um die typischen Einrichtungsfehler im Schlafzimmer auch in Bezug auf Licht zu vermeiden, beachte daher zwei Hauptaspekte: die Beleuchtung und die Verdunkelung.

Beleuchtung im Schlafzimmer: Ideen und Tipps

Zunächst solltest du dein Schlafzimmer mit einer hellen Basisbeleuchtung ausstatten. Du kannst Deckenstrahler, Wandleuchten oder Stehleuchten im Raum platzieren. Der Lumenwert dieser Lampen sollte ausreichend hoch sein, denn sie sind für die helle Ausleuchtung des Raums zuständig. Du solltest diese Lampen bestenfalls vom Bett aus an- und ausschalten können. Auch eine eventuelle Leselampe sollte nicht zu dunkel sein, damit deine Augen beim Lesen nicht zu sehr ermüden.

Für eine gemütlichere Atmosphäre im Schlafzimmer platzierst du als Nächstes mehrere kleine Lichtquellen im Raum. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Stehleuchten oder eine indirekte Beleuchtung hinter Wandbildern oder einer Kommode handeln. Der Möglichkeiten gibt es unendlich viele. Diese Lichtquellen sollten aber weniger Lumen haben und ein warmweißes Licht abgeben.

Eine besonders praktische Idee für dein Schlafzimmer sind dimmbare Lichtschalter oder smarte Lichtsysteme. Viele Lampen lassen sich heute bereits per Smartphone steuern und bieten eine Fülle von Lichtfarben und Intensitäten. Aber auch der altbewährte Lichtschalter mit Dimmer hat noch nicht ausgedient. Mit ihm kannst du deine helle Basisbeleuchtung im Nullkommanichts in schummriges Atmosphären-Licht verwandeln.

Außerdem wichtig: Beim nächtlichen Gang zur Toilette solltest du eine schwache Lichtquelle verwenden, damit du schnell wieder in den Schlaf findest. Platziere außerdem deine Möbel im Schlafzimmer so, dass du schlaftrunken nirgendwo gegenstößt und über nichts stolperst.

Die richtige Verdunkelung im Schlafzimmer

Dichte Vorhänge, Jalousien oder Rollläden sollen nachts sicherstellen, dass externe Lichtquellen wie Laternen oder Autoscheinwerfer nicht ins Zimmer hineinleuchten können und die frühmorgendliche Sonne dich nicht mit ihren ersten Strahlen wachkitzelt. Vorsicht, Einrichtungsfehler: Im Schlafzimmer sind nicht helle, sondern lichtundurchlässige oder zumindest dunkle Vorhänge angebracht. Denn helle Vorhänge reflektieren Laternen- und Sonnenlicht und leuchten das Zimmer damit umso mehr aus.
Wenn du gern mit einsetzendem Tageslicht aufwachst, solltest du außerdem darauf achten, dass die Vorhänge ein Mindestmaß an Sonnenstrahlen hereinlassen.

6. Vermeide, dass dein Bett „Kopf steht“

Das eine Erfolgsrezept für einen erholsamen Schlaf dank korrekter Bettposition gibt es leider nicht, da hier die persönlichen Präferenzen eine große Rolle spielen. Viele fühlen sich mit der Tür im Rücken unwohl, was auf ein psychologisches Phänomen zurückzuführen ist, das uns seit Jahrtausenden in den Genen mitgegeben wird: Der Ausgang bzw. Fluchtweg befindet sich in diesem Fall nicht im Blickfeld, ein potenzieller Angreifer kann außerdem nicht früh genug entdeckt werden. Anderen ist die Ausrichtung zur Tür gar nicht so wichtig, sie wollen nur gern eine Wand neben sich haben oder das Fenster in der Nähe, um sich nachts von einer frische Brise abkühlen zu lassen. Doch das Bett in eine Ecke zu stellen, ist mitunter nicht nur unpraktisch beim Ein- und Aussteigen sowie beim Bettenbeziehen, sondern auch nach der Lehre des Feng Shui nicht ratsam.

Jedenfalls gilt: Beim Aufstellen des Betts passieren viele Einrichtungsfehler im Schlafzimmer, daher solltest du hier besonders gründlich ausprobieren, was dir guttut. Grundsätzlich ist das Bett der Hauptakteur des Schlafzimmers und bestimmt mit seiner Position die weitere Verteilung der Schlafzimmermöbel.

Wenn du einige Ideen für dein Schlafzimmer zusammengetragen hast, solltest du also ausgiebig Probe liegen. Das kannst du auch erst einmal im Schnelldurchlauf versuchen: Mit Decke und Kissen legst du dich an allen erdenklichen Stellen im Raum einfach mal auf den Boden und prüfst, wie gut dir die Perspektive gefällt und welche weiteren Möbel du dann im Schlafzimmer platzieren willst und kannst.

7. Einrichtungsfehler im Schlafzimmer: Falsche Farbwahl

Du glaubst, etwas Farbe an der Wand kann den Raum grundsätzlich nur freundlicher machen und ihm dadurch das Extra an gemütlicher Atmosphäre verleihen? Bunte Bettwäsche, farbstarke Möbel im Schlafzimmer und zufällige Deko sollen in deinem Schlafzimmer angesagt sein? Nun, ganz so einfach ist es leider nicht, die eigenen Ideen für das Schlafzimmer ideal umzusetzen. Lass dich von den folgenden Tipps beim Einrichten deines Schlafzimmers inspirieren!

Farblehre beachten

Das sei zu wissenschaftlich, denkst du? Wenn du Einrichtungsfehler im Schlafzimmer vermeiden willst, solltest du die gewünschte erholsame Stimmung durch die verwendeten Farben unterstreichen. Kühlere Farben wie Blau- und Grüntöne wirken beruhigend, schenken Geborgenheit und eignen sich daher hervorragend für das Schlafzimmer. Dezente, pastellige und warme Farbtöne sind ebenfalls gut geeignet. Und Weiß ist nach wie vor ein Klassiker unter den Schlafzimmeranstrichen.

Einige wenige Farbtöne wählen

Natürlich macht es Spaß, mit Farbe zu arbeiten und damit individuell zu gestalten. Aber auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick sehr ansprechend sein mag, muss es nicht unbedingt zu einer erholsamen Nachtruhe beitragen. Zu viele farbige Akzente bei der Auswahl der Möbel im Schlafzimmer sowie bei der Decken- und Wandgestaltung bedeuten eben auch jede Menge Reize, die Unruhe in dir hervorrufen können. Sehr grellen Farben und Rottönen sagt man ohnehin diesen Effekt nach.

Grundsätzlich gilt, dass Farbtöne von Möbeln, Deko und Materialien gut aufeinander abgestimmt sein sollten, damit eine harmonische Gesamtkomposition entsteht, die deine Entspannung fördert.

Wenn du die angesprochenen Einrichtungsfehler in deinem Schlafzimmer vermeidest, kommst du einem erholsamen Schlaf in deiner eigenen Schlafoase auf jeden Fall schon mal ein ganzes Stück näher. Viel Spaß beim Einrichten und Gestalten!


Text: Quelle – TK-Schlafstudie (2017)

Bilder: Quelle – unsplash.com und deinSchrank.de