Wohnen

Wohnstil in Amerika: Klotzen, nicht kleckern

 
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ungefähr 27-mal so groß wie Deutschland, haben jedoch nur etwa ein Zehntel der Einwohner pro Quadratkilometer. Platz gibt es in Amerika – zumindest in Gegenden außerhalb der großen Städte wie New York oder Los Angeles – also genug. Neben gigantischen Einkaufszentren, dicken Schlitten auf den Straßen und großen Häusern schlägt sich das Motto „XXL“ auch im Wohnstil Amerikas nieder. Wie du dein Haus amerikanisch einrichtest, auch wenn es nicht XXL sein sollte, erfährst du in diesem Artikel.


 

Den „einen“ amerikanischen Wohnstil gibt es nicht

In den USA treffen viele verschiedene Kulturen aufeinander: Noch heute berichten manche Amerikaner stolz, „zu einem Sechzehntel“ Ire oder Franzose zu sein. Natürlich brachten die Einwanderer ihre eigenen Traditionen, Kulturen und Stile mit, sodass es den „einen“ an Amerika angelehnten Wohnstil gar nicht geben kann.

Einige allgemeine Aussagen lassen sich dennoch treffen. Zum Beispiel, dass in Amerika alles etwas größer ist als bei uns: Große Wohnzimmer mit riesigen Sofas oder geräumige Schlafzimmer mit Betten in Kingsize-Größe kennen wir aus den berühmten Hollywood-Filmen. In großen Küchen stehen häufig riesige Kühlschränke, meist sogar mit integriertem Eiscrusher. Offene Küchen sind beliebt, manchmal verfügen sie über Kochinseln oder es gibt einen Bartisch für das schnelle Frühstück.

Noch eine Besonderheit: Amerikaner stehen oft auf Einbauschränke. So nutzen sie alle Nischen aus und schaffen jede Menge Stauraum – ein Tipp, den wir uns zu Herzen nehmen dürfen. Mit Nischenschränken nach Maß vollbringst du ein ähnliches Wunder, auch wenn dein Zuhause um einiges kleiner ist.

Amerikanisch einrichten im Country-Stil

Wie gesagt, den einen Stil gibt es nicht. Beliebt ist aber auf jeden Fall der amerikanische Landhausstil, der auf traditionelle Handwerkskunst setzt. Da wären zum Beispiel die Möbel der Shaker, die mit ihrer Schlichtheit und Funktionalität an die eher minimalistische Lebenseinstellung dieser religiösen Gruppe erinnern. Ebenfalls zum an die Kultur Amerikas angelehnten Wohnstil gehören der klassische Shaker-Schaukelstuhl – traditionell aus Ahorn- oder Nussbaumholz – und die gemütliche Hollywood-Schaukel, die bei den Amis übrigens „porch swing“ heißt und mit Hollywood gar nichts zu tun hat.

Um dein Wohnzimmer amerikanisch einzurichten, setze auf eine herzliche, einladende Atmosphäre: Helle Farben wie Creme oder helles Beige für die Wände, weiß gestrichene Fenster- und Bilderrahmen, Kuschelteppiche auf dem Fußboden. Das Gleiche gilt fürs Schlafzimmer, wobei hier noch größerer Fokus auf Textilien liegt: Zum Wohnstil Amerikas gehören helle, weiche Stoffe, aber auch Leinen mit Streifen- oder Blumenmustern. Und auch Decken und Kissen für Bett und Sofa dürfen nicht fehlen. Außerdem passen Polsterstühle, Sessel und Hocker prima.

Die Küche nachträglich amerikanisch einzurichten, ist etwas schwieriger, denn wie oben beschrieben beginnt der Wohnstil bereits bei der Planung der Kochinsel oder des Bartischs. Viel Atmosphäre kannst du aber auch leicht mit einem großen Esstisch aus Naturholz schaffen – oder mit Regalen und Schränken mit Knäufen in bunten Farben.

Insgesamt passen zum amerikanischen Wohnstil Akzente in Weiß, Grau, Braun oder Beige. Auch weiß gestrichenes Holz oder einzelne Farbtupfer in Gelb oder Rot tragen zum amerikanischen Gesamtbild bei.

Deko-Tipps fürs Einrichten auf Amerikanisch

Mit diesen drei Tipps verpasst du deiner amerikanischen Einrichtung den letzten Schliff:

1. Wandteppiche und Quilts: Diese traditionellen Wanddekorationen sind auch heute noch äußerst beliebt. Wenn du Lust darauf hast, kannst du aus diversen Stoffresten die Quilts sogar selbst nähen – eine Tradition, die noch heute praktiziert wird, um zum Beispiel Hochzeits- oder Taufgeschenke herzustellen.
2. Blechschilder: Diese machen sich in der Küche besonders gut, passen aber auch zum Rest der Wohnung. Oft kannst du solche Schilder sogar ausgesprochen günstig erwerben, und sie bringen echtes Amerika-Feeling mit.
3. Poster und Plakate: Alte Kinofilme, Stars aus den 60ern, Invasionen aus dem Weltall – mit Postern und Plakaten bringst du Nostalgie in dein amerikanisch eingerichtetes Haus und kannst außerdem deine Interessen an den Wänden verewigen.

Inspiriert? Dann wünschen wir dir viel Freude beim Einrichten auf amerikanische Art!


Bild: Quelle – Pixabay.com

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