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Treppen selber bauen: Tipps für dein Heimwerkerprojekt

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Die gewundene Wendeltreppe in der Maisonettenwohnung oder auch nur drei kleine Stufen im Garten: Wenn du deine Treppen selber baust, kannst du Geld sparen und selbst über jedes Detail entscheiden. Allerdings gibt es in Deutschland klare Vorschriften dazu, wie Treppen gestaltet sein müssen. Bevor du also damit beginnst, deine Treppe zu bauen, solltest du die folgenden Dinge wissen.

DIN-Vorschriften und Fachkenntnisse zum Treppenbau

Die erwähnten drei Stufen im Garten darfst du noch ohne große Vorbereitung setzen, doch ab einer bestimmten Größe und abhängig vom Einsatzzweck musst du die Vorgaben des Deutschen Instituts für Normung (DIN) beachten, wenn du deine Treppe selber bauen möchtest. So ist beispielsweise die Stufenhöhe genormt: Die Höhe darf maximal 19 cm, die Tiefe des Auftritts mindestens 26 cm betragen. Außerdem gibt es Normen zum Schall- und zum Feuerschutz.

Willst du also deine Treppe selber bauen, solltest du umfassendes Wissen über die Bauvorschriften, die Bemessungsregeln und über tragende Bauteile mitbringen. Handwerkliches Geschick und eine gut ausgestattete Werkstatt sind unverzichtbar. Die einzelnen Treppenelemente von Hand anzufertigen, ist sehr aufwendig. Wenn das dein Plan ist, solltest du vorab vergleichen, ob sich Zeit- und Kostenaufwand wirklich rechnen. Beachte außerdem: Für jedes Bundesland gelten andere Regeln, wenn es darum geht, Treppen zu bauen. Informiere dich daher unbedingt im Voraus beim jeweiligen Bauamt über die Landesbauordnung.

Du bist immer noch dabei? Dann werfen wir nun gemeinsam einen Blick auf die unterschiedlichen Materialien, die infrage kommen.

Treppen aus Holz selber bauen

Es ist verlockend, eine Treppe aus Holz selber zu bauen. Schließlich hast du dabei unzählige Gestaltungsmöglichkeiten: Du entscheidest nicht nur über Farbe und Maserung, sondern kannst den Aufgang – auch als platzsparende Treppenvariante – perfekt in dein Zuhause einpassen. Übrigens kannst du dann gleich einen Stauraum unter der Treppe integrieren, zum Beispiel für einen kleinen Arbeitsbereich oder mithilfe von maßgefertigten Regalen.

Bevor du dich daran machst, eine Treppe aus Holz selber zu bauen, musst du die Anzahl der Stufen sowie die Neigung festlegen und das exakte Treppenmaß berechnen. Anschließend kannst du die Bretter für die Wangen und die einzelnen Stufen zusägen. Die Wangen werden mit Metallwinkeln befestigt, die Trittstufen mit Montagekleber fest in Einschnitten in den Wangen verankert. Mithilfe von Gewindestangen kannst du zusätzlich sicheren Halt schaffen.

Wenn deine Treppe für den Außenbereich gedacht ist, muss das Holz gut imprägniert werden, damit es lange hält. Willst du eine Treppe selber bauen, sie aber innen und nicht im Garten nutzen, sollte das Holz aber auch entsprechend behandelt werden – schließlich wirst du viele Tausend Schritte darauf gehen.

Mit Stein oder Beton Treppen selber bauen

Mit etwas Heimwerkergeschick kannst du eine kurze Treppe aus Beton selber bauen – etwa um eine erhöhte Terrasse damit zu erreichen oder einen kleinen Hügel im Garten zu erschließen. Größere Treppen solltest du dem Fachmann überlassen, denn auch hier greifen umfangreiche Vorschriften, die es zu beachten gilt.

Beton lässt sich leicht verarbeiten und hält über Jahrzehnte. Wichtig ist, dass deine Treppe auf einem stabilen, frostfreien Fundament steht. Dazu musst du zunächst eine Grube ausheben und diese dann mit Kies oder ähnlichem Material befüllen, das anschließend verdichtet wird. Danach formst du mithilfe von Brettern die Ausschalung für die erste Treppenstufe, die du dann mit Beton ausgießt. Diesen Prozess wiederholst du, bis die Treppe fertig ist.

Alternativ kannst du deine Treppe aus Stein selber bauen. Auch hier ist ein Fundament aus Beton sinnvoll, doch die Stufen – Blockstufen oder Trittstufen – kannst du aus Granit, Sand- oder Kalkstein gestalten. So eröffnen sich großartige Möglichkeiten bei der Gartengestaltung.

Treppen aus Metall selber bauen: nur für Fachleute

In der Regel wirst du Treppen aus Metall nicht selber bauen – zumindest nicht jedes Einzelteil. Für die notwendigen Schweißarbeiten brauchst du Fachkenntnisse, die weit über das Bedienen eines Schweißgeräts hinausgehen. Denn aufgrund der Hitze verziehen und verformen sich die Metallteile. Hier musst du dich genau mit Themen wie Statik auskennen, um am Ende eine nutzbare Treppe zu erhalten – von den geltenden Vorschriften ganz abgesehen.

Du hast jedoch die Möglichkeit, aus vorgefertigten Teilen eine Treppe aus Metall selber zu bauen. Diese Fertigbauteile werden genau nach deinen Vorgaben gefertigt. Dafür musst du nur genau messen und die fertigen Teile dann vor Ort verbinden. Beachte dabei, dass die zusammengesetzte Metalltreppe äußerst schwer sein kann. Du solltest sie daher direkt dort montieren, wo sie auch eingesetzt wird.

Für alle Treppenarten gibt es übrigens auch Bausätze, die das Projekt deutlich einfacher machen. Wenn du also keine umfassenden Fachkenntnisse hast, kann das für dich dennoch ein Weg sein, deine Treppe zumindest teilweise selber zu bauen und nach deinen Wünschen zu gestalten.

Bilder: Quelle – unsplash.com

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