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Einrichten,  Wohnen

Mit Raumteilern ästhetisch Ruhezonen und Ordnung schaffen

Raumteiler einzusetzen, ist gar nicht so schwierig, wie du vielleicht denkst, denn es gibt dafür viele Möglichkeiten – von „einfach“ bis „luxuriös“. Allerdings gibt es auch einiges zu beachten: So soll dein Raumteiler beispielsweise nicht dem Zimmer das Tageslicht nehmen, und auch die unterschiedlichen Bereiche des Raums sollten harmonisch gegliedert und im Einklang miteinander sein. Damit dir das gelingt, geben wir dir in diesem Artikel tolle Ideen für Raumteiler, die zu deiner Wohnsituation passen.

„Harte“ und „weiche“ Raumteiler: Regale, Schiebetüren und Wände

Raumteiler sind vielseitig und haben gleich mehrere Vorteile. Zum Beispiel kannst du mit ihnen

•   einen großen Raum kleiner wirken lassen, sodass Möbel darin nicht deplatziert aussehen,

•   in einer kleinen Wohnung Arbeits- und Ruhebereiche schaffen,

•   private Bereiche von den Bereichen trennen, in denen Gäste empfangen werden oder

•   deine Wohnung multifunktional machen.

Bevor du dich für einen Raumteiler entscheidest, solltest du dir zwei grundsätzliche Fragen stellen. Zum einen, ob die Grenze, die du schaffst, in das Raumkonzept als Ganzes passt: Wird ein stimmiges Gesamtbild entstehen? Zum anderen, ob jeder Bereich für sich seinen Zweck dann auch erfüllt: Lässt es sich beispielsweise in einem Homeoffice, das sich im Wohnungsflur befindet, arbeiten?

Je nach Art des Raumteilers lässt sich zwischen „harten“ und „weichen“ Abgrenzungen unterscheiden. Zum Beispiel kann als „harter“ Raumteiler eine Wand aus Rigips dienen, während „weiche“ Raumteiler etwa Regale, Paravents oder Zimmerpflanzen sein können.

 

Die Wand als Raumteiler: Durch klare Abtrennung entstehen vollwertige Räume

Rigips, auch „Gipskarton“ genannt, ist ein Baustoff aus dem Trockenbau. Mit einer Rigipswand lassen sich vollständig neue Zimmer erzeugen. Besteht der Wunsch nach einer festen Unterteilung eines Raumes in zwei neue Räume, so ist eine Wand als Raumteiler das Mittel der Wahl. Der Einbau erfolgt schnell und verursacht kaum Verschmutzungen. Heutzutage gibt es clevere Stecksysteme, die sich auch ohne langjährige handwerkliche Erfahrung montieren lassen.

Anschließend kannst du deine Rigipswand tapezieren und beispielsweise Bilder daran aufhängen. Mit einer Wand als Raumteiler kannst du unter anderem Kinderzimmer teilen, um jedem Kind seinen eigenen Raum zu geben. Zu beachten ist jedoch bei Rigipswänden, dass die entstehenden Räume nicht von einem je eigenen Fenster abgetrennt sein sollten. Denn man wünscht wohl niemandem, ein Zimmer zu bewohnen, das lediglich über eine künstliche Lichtquelle verfügt.

Schiebetüren: Raumteiler mit Flexibilität

Eine Schiebetür als Raumteiler weist gleich mehrere positive Eigenschaften auf. Vor allem sind Schiebetüren natürlich sehr flexibel, du kannst sie je nach Bedarf öffnen oder schließen. Wenn du einen stillen Bereich zum Arbeiten brauchst und gleichzeitig nicht auf Licht verzichten möchtest, kannst du eine Schiebetür aus Glas einbauen. Gleiches gilt für offene Küchen: Mit einer Schiebetür als Raumteiler vermeidest du störende Gerüche im Wohnbereich, trotzdem bleibt es dort hell.

Aber auch hinsichtlich Energieeffizienz haben Schiebetüren ihre Berechtigung. Vor einem Treppenbereich sorgt eine Schiebetür dafür, dass die Wärme nicht so leicht von einem Stockwerk in ein höher gelegenes entweicht. Kaum ein Mittel teilt Räume zugleich so gut auf, während ein so hohes Maß an Durchlässigkeit erhalten bleibt.

Schiebetüren nach Maß

 

Kleiderschränke als Raumteiler nutzen: clever und platzsparend

Ein ästhetischer Raumteiler aus Holz sein, der dir auch noch Stauraum bietet? Genau das kann ein Kleiderschrank sein. Parallel zum Bett aufgestellt, teilt ein Schrank nicht nur den Raum teilweise, sondern bietet auch die Unterbringung deiner Kleidung. Jedoch kann ein Schrank als Raumteiler sehr wuchtig wirken. In einem kleinen Raum ist eine solche Raumbegrenzung also eher keine gute Wahl. Außerdem solltest du darauf achten, dass auch die Rückansicht des Schrankes ansehnlich ist.

Schiebevorhänge: flexibler Sichtschutz auf kleinstem Raum

Schiebevorhänge machen sich immer dann gut, wenn es um den reinen Sichtschutz geht. Sind die Führungen für die Vorhänge einmal montiert, besteht der Vorteil darin, dass du mit ihnen einen Raum jederzeit abtrennen kannst. Damit ist ein Schiebevorhang die flexibelste Art, einen bestimmten Bereich abzutrennen und anschließend den gesamten Raum wieder nutzen zu können. Diese Art von Raumteiler ist besonders geeignet für alle, die einen Raum sowohl zum Wohnen als auch zum Schlafen nutzen.

Spanische Wände und Paravents als Raumteiler

Unter den Raumteilern sind Paravents die Klassiker. Schick und zweckmäßig, werden sie seit mehreren Jahrhunderten zur Trennung von Räumen genutzt und haben bis heute nicht an Beliebtheit verloren. Lediglich das Dekor von Paravents hat so manche neue Interpretation erfahren. Heute schmücken vielfach moderne Motive wie Fotodrucke die Raumtrenner, die auch als „spanische Wände“ bezeichnet werden. Problematisch ist jedoch mitunter die hohe Durchlässigkeit eines Paravents als Raumteiler. Häufig sind die Modelle nicht besonders breit, reichen nicht bis zur Decke und schlucken zugleich Licht. Zur Herstellung richtiger Privatsphäre eignet sich eine spanische Wand also kaum; für ein schickes Séparée in einem kleinen bis mittelgroßen Raum ist ein Paravent jedoch bestens geeignet.

Regale als Raumteiler: praktisch und ansprechend

Regale sind als Raumteiler sehr beliebt. Sie bieten Platz für Bücher und Dekorationsartikel, lassen Licht durch und ziehen dennoch räumliche Grenzen. Regale sind – wie Schiebevorhänge und Paravents auch – eher symbolische Teiler, die den Raum nicht zerschneiden, sondern verschiedene Bereiche abstecken. Und auch wenn Regale als Raumteiler keinen umfassenden Sichtschutz bieten können, so verhindern sie dennoch manche ungewollten Einblicke in private Bereiche einer Wohnung, eines Büros oder einer Praxis.

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Weitere Ideen für Raumteiler und Raumkonzepte

Unter einer Raumtrennung muss nicht notwendigerweise das Schaffen neuer Räume verstanden werden. Meist geht es um das Abstecken verschiedener Bereiche eines großen Zimmers, die einen je eigenen Verwendungszweck haben sollen. Geschickt platziert, kann selbst eine größere Zimmerpflanze einen sehr subtilen Teiler im Raum darstellen. Aber auch die clevere Anordnung einer Sitzgruppe kann beispielsweise einen Wohnzimmerbereich vom Essbereich trennen. Das Ziel liegt darin, mit Raumteilern stimmige Raumkonzepte zu schaffen, bei denen verschiedene Aktivitätsbereiche voneinander abgegrenzt werden und doch miteinander in Einklang bleiben.


Bilder: Quelle – deinSchrank.de