Farbträume: mit Farben Wohnräume gestalten

Wand im Wohnzimmer in rot

Man kann natürlich zu Recht denken, dass meine heutige Überschrift ein wenig übertrieben ist, aber Ihr könnt mir vertrauen, ich habe meine Gründe. Johann Wolfgang von Goethe setzte sich in seiner „Farbenlehre“ intensiv mit den verschiedenen Aspekten von Farbe auseinander und sah seine Forschungsergebnisse als wichtiger an als sein gesamtes literarisches Schaffen. Das sehen sicher einige Menschen anders, aber worauf ich hinaus will ist, dass sich Menschen schon sehr lange und intensiv mit unserem Thema auseinandersetzen.

Die richtige Farbe ist nobelpreisverdächtig

Niels Ryberg Finsen hat für seine Forschungen, wie sich Licht und Farbe auf den Menschen auswirken, den Nobelpreis bekommen. Das war 1903. Über 100 Jahre später können wir von diesen Erkenntnissen immer noch zehren und uns ein paar Anregungen und Tipps holen. Denn grundsätzlich ist das alles gar nicht so kompliziert.

Jeder Grundfarbe werden gewisse Eigenschaften zugeordnet, die wir für uns nutzen können, wenn wir wissen, wie sie sich am besten einsetzen lassen. Diese Einsichten können wir dann mit unserem Geschmack und unseren persönlichen Vorlieben abgleichen und möglicherweise den idealen Kompromiss finden. Denn abgesehen von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist unser ganz persönlicher Geschmack natürlich das wichtigste, wenn es um die Auswahl einer Farbe geht. Und für mich gilt auch hier: nicht jedem Trend folgen zu müssen entspannt ungemein.

Die richtigen Farben im Wohnraum einsetzen

grünes schlafzimmer Aber zurück zu den Farben und ihren Eigenschaften. Ich gebe euch mal einen kleinen Überblick über die wichtigsten Informationen. Meine Lieblingsfarbe ist Blau. Da Blau für Harmonie, Vertrauen, Ruhe und Schönheit steht, bietet es sich besonders für Räume an, die der Entspannung dienen sollen, zum Beispiel für ein Wohnzimmer oder ganz besonders auch für das Schlafzimmer. Man kann mit Blau auch kleine Räume größer erscheinen lassen, also eine rundum gelungene Farbe. Kein Wunder also, dass sie die Lieblingsfarbe vieler Leute ist!

Besonders unterschätzt wird Kupfer Deko als besonderer Glanzpunkt der Einrichtung.

Auch Grün ist eine beruhigende Farbe, die besonders Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Die Farbe der Wiesen und Wälder bringt Harmonie in einen Raum und fördert die Kreativität, ist also ideal für ein Arbeitszimmer. Dort macht sich übrigens auch Türkis gut, vor allem wenn man viel vor dem Bildschirm arbeitet. Türkis lässt nämlich das Auge entspannen, kann einen Raum aber auch schnell sehr kühl wirken lassen.

Das Gegenteil davon ist die Farbe Orange. Sie vertreibt schlechte Laune und schafft Gemütlichkeit. Weil sie auch die Geselligkeit fördert ist sie besonders gut für Küchen oder andere Gemeinschaftsräume geeignet. Da sie aber auch den Appetit steigert, sollte man bei einer Diät lieber auf einen neuen orangen Küchenanstrich verzichten. Auch eine Tischdecke oder Deckchen für den Esstisch sollten also besser nicht orange sein.

Worauf man grundsätzlich eher verzichten sollte, ist die Farbe Rot. Sie fördert zwar Vitalität, Energie, den Stoffwechsel und die Durchblutung, auf längere Zeit macht ein roter Raum aber aggressiv, wirkt beunruhigend und bedrängend. Wenn, dann sollte man Rot sehr zurückhaltend und nur in Akzenten einsetzen.

Das war ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt der Farben, aber auch Grau und Weiß lassen sich elegant einsetzen und stets mit Farben kombinieren.

Eure Johanna


Bilder: Quelle – deinSchrank.de