Die größten Kostenfallen beim Hausbau

Die Baukosten bei einem Eigenheim bestehen aus verschiedensten Posten. Dabei ist es  wichtig, sich vor dem Hausbau gut mit dem Thema auseinander zusetzen. Grundsätzlich teilen sich die Baukosten in drei große Bereiche auf. Welche dies im einzelnen sind und welche versteckten Kosten oftmals vernachlässigt werden, möchte ich euch in meinem heutigen Beitrag näher erläutern.


Neben den reinen Baukosten für das Haus, den Kosten für die Außenanlagen fallen sogenannte Baunebenkosten an. Zu den Baunebenkosten zählen zum Beispiel die Kosten für die Hausanschlüsse, Notargebühren, Versicherungen, Grunderwerbsteuer und viele weitere Punkte. Informationen zu allen Baunebenkosten, die beim Bau eines Fertighauses oder Massivhauses anfallen, hat das Hausbau-Portal HausXXL zusammengestellt. Die Baunebenkosten sind zugleich eine der gefährlichsten Kostenfallen beim Hausbau. Ein zu hoher Anteil an Eigenleistung sowie das Planen der Baufinanzierung ohne Puffer sind weitere häufige Fehler beim Eigenheimbau.

1. Nebenkosten beim Grundstückskauf nicht berücksichtigen

Der Irrglaube mit einem schlüsselfertigen Haus alle Kosten abzudecken ist weit verbreitet. Die Angebote des Anbieters beinhalten jedoch nur in den seltensten Fällen die Kaufnebenkosten. Diese entstehen durch den Kauf des Grundstücks, unabhängig ob man dort dann baut oder nicht. Sie betragen ca. 5 % bis 13 % der Erwerbskosten des Grundstücks und verteilen sich auf die Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Gebühren für den Grundbucheintrag und die Maklerprovision. Dies sollte man von Anfang an in die Kalkulation einfließen lassen.

2. Eigenleistung überschätzen

Die nächste Falle ist das Überschätzen der Eigenleistung, die man erbringen kann. Ein Hausbau ist anstrengend und neben dem Beruf oder der Kinderbetreuung sind die Möglichkeiten, auf der Baustelle zu arbeiten, recht begrenzt. Dazu kommt, nicht jede Tätigkeit ist für einen Laien leicht auszuführen. Oft mangelt es an Geschick oder technischem Verständnis. Das führt natürlich dazu, dass Arbeiten viel länger dauern als ursprünglich geplant. In manchen Fällen verschiebt sich dadurch der gesamte Bauplan nach hinten.

Bedenkt, dass  ihr für jeden weiteren Monat den ihr nicht in eurem neuen Haus wohnen könnt, weiterhin Miete gezahlt werden muss. Verzögert sich der Bau um mehrere Monate, sind das durchaus große Summen. Beauftrag daher lieber Firmen die eure Eigenleistung abnehmen. Weiterhin solltet ihr euch nicht mit dem Maß an Eigenleistung verschätzen, das ihr aufbringen könnt. 1000 bis 2000 weitere Arbeitsstunden müssen von einem Laien in ein Ausbauhaus in der Regel investiert werden, bevor es bezugsfertig ist.

3. Baunebenkosten unterschätzen

Das Unterschätzen der Nebenkosten ist ein häufig begangener Fehler. Oft verlassen sich Hausherren nur auf die Werbeangebote der Hausbauer. Diese unterschlagen allerdings häufig die Nebenkosten, die beim Hausbau auftreten.
Nebenkosten entstehen zum Beispiel durch Gebühren für die Baugenehmigung, Planungskosten für Bausachverständige, Versicherungsgebühren und Rechtsberatung. Der vermutlich größte Punkt auf der Liste der Nebenkosten ist der Anschluss an das Wasser/Abwasser, Gas-, Strom- und Telefonnetz. Außerdem kostet euch der Ausbau der Außenanlagen Geld. Minimum ist in der Regel ein befestigter Weg und evtl. ein Zaun. Plant nun noch ein wenig Geld für die Bepflanzung und eine Garage oder Carport ein. Die Kosten für die Außenanlage beziffern sich schnell auf mehr als 15.000 € – 20.000 €.

4. Budget zu klein planen

Eine weitere Kostenfalle beim Verwirklichen eures Traumhauses ist es, wenn ihr während der Fertigstellung des Gebäudes in Zahlungsschwierigkeiten geratet. Habt ihr euch verkalkuliert und den Kredit zu klein bemessen, müsst Ihr eure Kreditgeber um weiteres Geld bitten. Im schlimmsten Fall wird dieses nicht gewährt und das Haus kann auf unbestimmte Zeit nicht fertiggestellt werden. Doch selbst wenn eure Bank euch weitere Kredite gewährt, sind diese bei Nachverhandlungen oft zu deutlich schlechteren Konditionen und kosten einiges mehr an Zinsen als sie müssten. Generell empfiehlt es sich von Anfang an nicht zu knapp zu kalkulieren, um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Was sind eure Erfahrungen zu den größten Kostenfallen bei Hausbau? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Eure Johanna

 

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3 Kommentare

  1. Sehr schön, vielen Dank. Gerade bei den Kosten wird es schnell kritisch. Ich würde mich vorher in einem Bauforum belesen, denn da findet man generelle Tipps, wieviel man vom ursprünglichen Betrag zusätzlich einplanen sollte.

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