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Korkboden: vielseitiger und nachhaltiger Bodenbelag

 
Korkboden wird immer beliebter, denn dieser Bodenbelag besteht aus nachhaltigen Rohstoffen. Das ist aber nur einer der vielen Vorteile, die Korkboden mit sich bringt: Der natürliche Boden schafft Gemütlichkeit gepaart mit einer warmen Atmosphäre. Warum das so ist und in welchen Designs du Korkboden kaufen kannst – das erfährst du in diesem Artikel.

Woraus besteht Korkboden eigentlich?

Kork nennt man das Material, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Korkeichen sind erstaunliche Gewächse. Sie werden über 300 Jahre alt, und während dieser Zeit wachsen sie in zwei unterschiedliche Richtungen: Im Inneren wächst Holz – außen der Kork. Wenn man beim Korkabbau achtsam vorgeht und einen zeitlichen Abstand von mindestens neun Jahren einhält, trägt die Eiche keinerlei Schaden davon. Das bedeutet: Der abgebaute Rohstoff wächst einfach wieder nach. Ökologisch gesehen ein Traum!

Welche Arten von Korkboden kann man kaufen?

Auf dem Markt findest du zwei Arten von Korkboden: Korkfliesen und Korkfertigparkett. Korkfliesen werden heutzutage nur noch selten verlegt, da das Vorgehen recht aufwendig ist. Die Fliesen werden nämlich mit dem Untergrund verleimt und sind entsprechend schwierig wieder zu entfernen.

Dank Korkfertigparkett – oft sogar mit Klicksystem – ist es jedoch für Heimwerker kein Problem, auch selbst den gewünschten Korkboden zu verlegen. Das funktioniert ganz ähnlich wie das Verlegen von Parkett oder Laminat, und außerdem stehen unterschiedliche Stärken und viele verschiedene Designs zur Verfügung.

Apropos Design – die Auswahl ist mittlerweile wirklich riesig. Korkboden in Holzoptik oder mit Steinmuster ist ebenso erhältlich wie Korkboden als schwarzer, grauer oder sogar weißer Bodenbelag. Auch Muster und andere Verzierungen können die Oberfläche schmücken. Wenn du also beim Thema Korkboden an die langweilige Pinnwand von damals denkst, weit gefehlt!

Wo kann man Korkboden verlegen?

Dank seiner Farbe und seiner Isolierfähigkeit schafft Korkboden eine behagliche, warme Atmosphäre. Somit eignet er sich als moderner Bodenbelag ideal für das Schlaf- oder Wohnzimmer. Auch im Kinderzimmer macht er sich gut, denn Kork ist erstaunlich schalldämpfend.

Für Küche und Bad ist Kork als Bodenbelag hingegen nur bedingt geeignet. Wichtig ist, dass er vor dem Verlegen gut versiegelt wird, zum Beispiel mit Korklack. Auch gut zu wissen: Wenn er direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, kann Korkboden mit der Zeit ausbleichen. Das solltest du bei der Planung bedenken – oder einfach von Anfang an einen hellen Boden auswählen.

Tipp: Der Untergrund, auf dem Korkboden verlegt wird, muss sauber und eben sein. Alte Teppichböden, Nadelfilzböden und Steinholz-Estrich sind als Untergrund nicht geeignet.

Trendiger Korkboden: Vor- und Nachteile

Wir verraten dir vorab: Die Vorteile von Korkboden überwiegen deutlich. Ganz oben auf der Liste steht seine Nachhaltigkeit. Hinzu kommt die große Dichte bei schlechter Wärmeleitfähigkeit – das bedeutet, Korkboden isoliert und hilft, Heizenergie zu sparen. Außerdem ist er elastisch und dadurch rücken- und gelenkschonend.

Und pflegeleicht ist dieser vielseitige Bodenbelag auch noch: Regelmäßiges Saugen und Wischen reichen völlig aus, um ihn hygienisch sauber zu halten. Auch Milben und Staub haben es auf Korkboden schwer. Somit bekommt dieser Boden auch noch einen Pluspunkt für Allergiker. Nicht zuletzt ist Korkboden geruchsneutral und – wie bereits erwähnt – schalldämpfend.

Bei all dem gibt es jedoch auch ein paar Nachteile. Der größte ist wahrscheinlich der, dass Korkboden nicht allzu strapazierfähig ist. Schwere Möbel wie Sofas oder Schränke können Abdrücke hinterlassen. Schonmatten helfen, das zu verhindern. Dass Korkboden ausbleichen kann, weißt du bereits. Auch Wärme verträgt er nur bedingt: Das Material kann sich bei großer Hitze ausdehnen. Deswegen ist nicht jeder Korkboden mit einer Fußbodenheizung kompatibel, und außerdem sollte der Boden nur mit einer Dehnungsfuge verlegt werden.

Übrigens: Aufgrund seiner Natürlichkeit passt Korkboden super zu Massivholzmöbeln oder auch zum Skandi-Stil.

4 Kommentare

  • Anna

    Ich kann mir das irgendwie nicht richtig vorstellen meinen Boden mit Kork auszulegen. Muss dabei auch immer an die Pinnwände denken. ;-)

    Aber es ist schon erstaunlich, dass Kork erhebliche Vorteile mit sich bringt im Gegensatz zu anderen Bodenbelege.

    Ich denke gerade für Kinderzimmer ist Kork ideal als Bodenbelag.

    Viele Grüße
    Anna

  • Rudi

    Kork scheint eine wirklich gute Alternative zu sein. Ich glaube, dass dieses Material zwischen Teppich und Prakett anzusiedeln ist.
    Habe es im Hinterkopf für unsere nächste Renovierung;)

  • Thomas

    Sowie Kork aber auch Vinyl kommen sind Momentan sehr in Mode. Da das Umweltbewusstsein immer mehr steigt, wird sehr auf die Materialien geachtet. Somit gewinnt auch Bambusparkett immer mehr an Bedeutung.
    Bambus wächst sehr schnell und ist somit eine gute Alternative so tropischen wie auch einheimischen Hölzern.
    Gruß Thomas

  • Lars

    Sah früher wie aufgeschnittene Weinkorken aus, mittlerweile gibt’s es die Beläge aber in allen möglichen Maserungen und Stilrichtungen! Das Material Kork ist einfach toll – im Sommer kühl im Winter schön wärmend mit besten Isolationseigenschaften! Kein Wunder, dass Kork mehr und mehr auch in Mode, Portemonnaies oder Schuhen verwendet wird! Kann es nur empfehlen!