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Kleiderschrank aufräumen mit System: Mit diesen 3 Schritten klappt’s

Lesedauer: 4 Minuten

Viele von uns kennen das morgendliche Drama: „Wo ist eigentlich das schicke neue Teil, das ich heute unbedingt anziehen wollte?“, fragt man sich beim Blick in den Kleiderschrank. Das Ganze natürlich um 7.30 Uhr, wenn jede Minute zählt, damit man nicht zu spät zur Arbeit kommt. Trotzdem sind die guten Vorsätze, endlich mal den Kleiderschrank aufzuräumen, am Nachmittag schon wieder aus dem Sinn. Dabei kann es so einfach sein, Ordnung im Kleiderschrank zu schaffen. In diesem Artikel erfährst du, wie dir das gelingt.


 

Schritt 1 für mehr Ordnung: Den Kleiderschrank ausmisten

Zum Frühjahrsputz gehört vor allem das gründliche Ausmisten. Keine Überraschung, oder? Da gerade das Aussortieren so wichtig ist und doch vielen so schwerfällt, teilen wir hier mit dir unsere fünf besten Tipps zum Aufräumen deines Kleiderschranks:

1. Termin festlegen: Plane die Zeit zum Ausmisten fest in deinem Kalender ein. So weißt du, dass du an dem Tag ein größeres Zeitfenster zur Verfügung hast und es kann dir nichts dazwischenkommen.

2. Einen Freund oder eine Freundin einladen: Nicht nur, dass das Ausmisten zu zweit mehr Spaß macht – eine dir nahstehende Person kann dir zudem ehrlich sagen, ob es sich wirklich lohnt, dieses oder jenes Kleidungsstück noch aufzuheben.

3. Schrittweise vorgehen: Wenn du sehr viele Klamotten hast, fällt es dir vermutlich schwer, in einem Rutsch den gesamten Kleiderschrank aufzuräumen. Nimm dir dann jedes Fach Stück für Stück vor, oder betrachte erst einmal nur eine ganz bestimmte Kleidersorte.

4. Anprobieren: Beim Anprobieren kommt es vor allem auf Ehrlichkeit an. Wirst du wirklich die zehn Kilo in absehbarer Zeit abnehmen, um dieses Kleidungsstück wieder anziehen zu können? Es hilft die Regel, alles zu entsorgen, was du in den letzten 12 Monaten nicht getragen hast.

5. Saubermachen: Wenn der gesamte Schrank leer ist, nimm dir die Zeit, deinen Schrank einmal gründlich auszuwischen. Das ist hygienisch und stellt die beste Basis für die neue Ordnung im Kleiderschrank dar.

Schritt 2: Mit diesen Tipps den Kleiderschrank aufräumen

Trete zunächst einmal einen Schritt zurück und schau dir deinen geöffneten Kleiderschrank genau an. Finde heraus, welche Ecken und Fächer schwer zu erreichen sind. Es kann sich auszahlen, in einen Kleiderschrank nach Maß zu investieren: Das hat den Vorteil, dass du die Höhe des Schranks, aber auch die Tiefe der Fächer und die Größe der Schubladen so festlegen kannst, dass alles für dich gut zugänglich ist. Aber auch hier wirst du Bereiche haben, die du weniger oft ansteuerst.

In diese Bereiche gehören Dinge, die du nicht so oft nutzt, zum Beispiel saisonale Kleidung wie Badesachen, besonders dicke Winterjacken oder die Wanderausrüstung für den Urlaub. Auch in die tiefer gelegenen Ebenen eines Schranks schaut man normalerweise nicht ganz so oft – hier ist deshalb ein guter Platz für exklusive Taschen, die du nur zu besonderen Anlässen trägst, oder für Schuhe, die du erst in der nächsten Sommer- bzw. Winterzeit wieder tragen wirst.

Apropos Schuhe: Gerade sie geraten in einem Kleiderschrank, der kein System hat, schnell mal durcheinander. Möchtest du deinen Kleiderschrank mit System aufräumen, verpacke deine Schuhe deshalb nach Möglichkeit paarweise in durchsichtige Boxen. Diese kannst du ordentlich übereinanderstapeln. Auch möglich wäre, dass du dir einen separaten Schuhschrank zulegst.

In die restlichen Bereiche sortierst du nun die verbleibenden Kleidungsstücke ein. Es gibt viele Systeme, nach denen du deinen Kleiderschrank übersichtlich einräumen kannst. Zum Beispiel könntest du deine Kleidung sortieren nach

•   Produktart (alle T-Shirts, Hosen, Röcke etc. zusammen)

•   Saison (Sommer-, Winter- und Übergangskleidung gruppiert)

•   Farbe (für einen tollen Anblick des geöffneten Kleiderschranks)

Welches System du auch wählst, wichtig ist vor allem, dass du nach dem Aufräumen deines Kleiderschranks alles auf einen Blick erfassen und erreichen kannst. Damit das auch auf kleinem Raum gelingt, schau dir die folgenden drei Profi-Tipps an:

1. Die „goldenen Vier“ zentral in den Kleiderschrank einräumen

Es gibt diese Outfits, die einfach immer gehen – und genau sie sollten immer griffbereit und in angenehmer Höhe verstaut sein. Deine besten vier Kleidersets – die „goldenen Vier“ – gehören also ins Zentrum deines Kleiderschranks. Auch wenn du dabei bist, einen begehbaren Kleiderschrank aufzuräumen, wählst du für diese vier Outfits am besten eine extra Stange oder ein besonders zentrales Fach.

2. Ein toller Aufräum-Tipp für den Kleiderschrank: Kleidung rollen statt falten

Mit dieser Methode kannst du zum Beispiel viele T-Shirts – zu festen Rollen gewickelt – hochkant in eine Kiste stellen und so mit einem Blick von oben erfassen, welche T-Shirts zur Auswahl stehen und welche Farben es gibt. Manche Menschen sind von dieser platzsparenden Methode so begeistert, dass sie sogar ihre Unterwäsche und ihre Socken rollen.

3. Gürtel auf Kleiderbügeln aufhängen

Gürtel geraten gerne durcheinander, verknoten sich und enden manchmal in einem einzigen Chaos – nicht jedoch, wenn du sie nebeneinander auf Kleiderbügel aufhängst. So kannst du sie problemlos erkennen, herausgreifen und bei Bedarf vom Bügel lösen, ohne zuvor ein großes Knäuel entwirren zu müssen.

Schritt 3: Auch nach dem Aufräumen im Kleiderschrank den Überblick behalten

Damit sich deine ganze Mühe beim Aufräumen des Kleiderschranks auch wirklich lohnt und die Ordnung nicht nach zwei Monaten schon wieder dahin ist, gilt es, das neue System aufrechtzuerhalten. Das erfordert nur etwas Disziplin: In dem Moment, in dem du deine Kleidungsstücke nach dem Waschen zurücklegst, musst du deine neuen Strategien für Ordnung im Kleiderschrank anwenden. Übrigens: Kleidungsstücke, die du noch ein zweites Mal tragen möchtest, gehören nicht in den Kleiderschrank. Der aufgeräumte Zustand lässt sich viel leichter beibehalten, wenn du dir für diese Anziehsachen einen zusätzlichen Ort anschaffst, zum Beispiel eine eigene Wäschekommode.

Aufräumen im begehbaren Kleiderschrank?

Ein begehbarer Kleiderschrank ist für viele ein Traum. Dabei ist es selbst in kleinen Wohnungen oft möglich, eine solche Garderobe einzurichten. Mit ein paar Tricks wie den passenden Möbeln nach Maß oder einem Raumteiler lässt sich der Traum vielleicht auch in deinem Zuhause verwirklichen. Wie? Das zeigen wir dir in unserem Blogartikel zum begehbaren Kleiderschrank. Grundsätzlich gelten dieselben Ratschläge wie bei einem Kleiderschrank, wenn du deinen begehbaren Schrank aufräumen und in einem übersichtlichen Zustand halten möchtest.

 
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Bilder: Quelle – unsplash.com (Bild 1) und deinSchrank.de (Bild 2)