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Was ist ein Fertighaus?

Viele Menschen träumen vom eigenen Zuhause – von einem Haus, das sie sowohl von außen als auch von innen gestalten und einrichten können, wie sie es möchten. Das handwerkliche Geschick, selbst zu bauen, haben die wenigsten. Hier kommt das Fertighaus ins Spiel: Dieses moderne Wunderwerk wird auf Wunsch komplett fertig für dich gebaut und schlüsselfertig übergeben. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile.

Wie funktioniert das mit dem Fertighaus?

Wer ein Fertighaus kaufen möchte, hat heutzutage eine Auswahl wie bei Lieblingsschuhen im Onlineshop: Zahlreiche Anbieter stellen auf ihren Websites die Häuser dar, die in genau dieser Form gekauft werden können. Hat man sich für eines entschieden, produziert der Anbieter alle Teile, die vorab hergestellt werden können, und setzt sie anschließend in wenigen Tagen auf der Baustelle zusammen. Fertig ist das Haus – daher auch der Name. Dank der Fotos und Beschreibungen fällt auch der direkte Vergleich von Fertighäusern ganz leicht.

Das Fertighaus unterscheidet sich von dem bekannten Massivhaus, das gewöhnlich gemeint ist, wenn man darüber spricht, „ein Haus zu bauen“. Das Massivhaus wird, wie wir es aus dem Kinderlied kennen, „Stein auf Stein“ gebaut – zumindest war das früher so. Inzwischen sind die Grenzen durchaus fließend, da auch Massivhäuser zum Teil aus Fertigteilen bestehen können.

Vorteile eines Fertighauses

Ein Fertighaus ist kostengünstig und in wirklich kurzer Zeit fertiggestellt. Während Massivhäuser oft Jahre von der ersten Idee bis zur vollständigen Umsetzung brauchen, kann ein Fertighaus binnen Monaten bezugsfertig sein. Dann kannst du sofort beginnen, es mit geräumigen Schränken, gemütlichen Sesseln und liebevoller Deko zu füllen.

Da viele Teile „von der Stange“ kommen, halten sich die Preise für Fertighäuser in Grenzen und sind vor allem fest: Für unvorhergesehene Risiken und damit verbundene Kosten muss der Anbieter aufkommen. Als Käufer zahlst du einen festen Preis und hast damit absolute Planungssicherheit.

Für diejenigen unter euch, die keine Organisationstalente sind, ist außerdem der „Alles aus einer Hand“-Service beim Fertighaus von Vorteil. Du hast nur einen Ansprechpartner, der für dich alle weiteren Absprachen übernimmt. Das ist einfach und bequem.

Nachteile von Fertighäusern

Bei allen Vorteilen hat ein Fertighaus aber auch Nachteile. Diese liegen vor allem darin, dass du ein Haus bei komplett eigener Planung und Umsetzung freier mitgestalten kannst, als dies beim Fertighaus möglich ist. Zwar gibt es auch bei Fertighäusern Wahlmöglichkeiten, doch letztendlich wird irgendwo jemand in einem ähnlichen Haus wohnen wie du. Deine individuelle Einrichtung mit maßgefertigten Möbeln kann jedoch selten kopieret werden.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Wiederverkaufswert bei Fertighäusern in der Regel geringer ist. Das hängt unter anderem auch damit zusammen, dass sie mit der Langlebigkeit eines Massivhauses nicht mithalten können.

Wonach richtet sich der Preis eines Fertighauses?

Wie teuer dein Fertighaus am Ende wird, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Der Preis für ein Einfamilienhaus variiert in der Regel zwischen 50.000 und 500.000 Euro, kann aber auch darunter oder auch weit darüber liegen. Normalerweise kannst du Fertighäuser in drei unterschiedlichen Varianten kaufen:

• schlüssel- bzw. bezugsfertig
• als Ausbauhaus
• als Bausatzhaus

„Bezugsfertig“ bedeutet, dass du in dieses Haus tatsächlich direkt einziehen kannst. Dementsprechend ist der Preis für ein solches Fertighaus auch höher als bei den anderen Varianten. Beachte, dass manche Anbieter mit „schlüsselfertig“ ebenfalls meinen, dass das Haus bereits bezugsfertig ist – bei anderen musst du dich eventuell noch um Tapezier- und Malerarbeiten kümmern. Prüfe also sorgfältig, was in deinem Vertrag steht.

Kosten für ein Ausbau- oder Bausatzhaus

Um ein Ausbauhaus fertigzustellen, solltest du handwerklich begabt sein oder zumindest gute Handwerkerkontakte haben. Denn hier kommen noch Aufgaben wie das Verlegen der Fußböden und das Verputzen der Wände auf dich zu. Auch sanitäre Anlagen und Strom müssen mitunter noch installiert werden – dem Gesetz nach darf das nur ein Fachmann übernehmen.

Erfahrene Bauherren können ihr Fertighaus als Bausatz – also in Einzelteilen – an die Baustelle liefern lassen. Der Anbieter übernimmt die Planung und die Fertigung (plus Lieferung) der Bauteile, den Rest macht der Bauherr selbst. Sicher nicht die einfachste Variante, doch der Preis für dieses Fertighaus ist unschlagbar. Allerdings muss man in diesem Fall auch die Kosten berücksichtigen, die für die restliche Arbeit anfallen.

Wenn du nun inspiriert bist, schau dir doch mal unverbindlich ein paar Fertighäuser an. Es gibt viele Vergleichsportale, auf denen du unterschiedliche Fertighäuser miteinander vergleichen kannst. Bisweilen unterstützen die Anbieter dich sogar darin, dein Budget zu planen und die Finanzierung zu erhalten.

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