Tipps & Tricks

Kunden fragen, wir antworten: Wie reinige ich Holzmöbel richtig?

Dein neues Maßmöbel hat gerade den Weg in dein Zuhause gefunden – und natürlich bist du hin und weg: Es passt einfach genau unter die Dachschräge oder die Nische in deinem Badezimmer und entspricht auch optisch allen deinen Wünschen! Damit du so lange wie möglich Freude an deinem maßgefertigten Holzmöbel hast, solltest du es sorgfältig hegen und pflegen. Dabei gibt es je nach Oberfläche Verschiedenes zu beachten. Ob gewachst, geölt oder lackiert – wir verraten dir die besten Tipps zum Säubern deiner Holzmöbel.

 

Lack-Oberflächen richtig reinigen und pflegen

Lackierte Oberflächen stellen eine attraktive Veredelung für Schränke, Regale und Co. dar – ob als klassische Holz- oder Uni-Dekore oder als auffällige Lack-Oberflächen in knalligen RAL-Farben. Nicht umsonst zählen sie zu den Favoriten unserer Kunden, die sich immer wieder mit einer bestimmten Frage an uns wenden: Wie reinige und pflege ich lackierte Oberflächen eigentlich richtig?

Für die lackierten Oberflächen unserer Möbel wurden hochwertige Beschichtungen verwendet. Daher gestalten sich Reinigung und Pflege recht einfach. Doch um die Optik und Funktionalität deiner neuen Lieblingsstücke möglichst lange zu erhalten, solltest du trotzdem ein paar Hinweise beachten.

Das A und O: Lack-Oberflächen regelmäßig säubern

Lackierte oder lasierte Holzmöbel verfügen über eine feste Oberfläche, die sehr pflegeleicht ist. Normalerweise reichen regelmäßiges Abstauben und feuchtes Abwischen aus. Nutze dafür ein weiches, sauberes Tuch, das keine Flusen hinterlässt. Feuchte es leicht mit Wasser an, dem ein bisschen Reinigungsmittel zugesetzt ist, und wische sanft über die Oberfläche. Kräftiges Scheuern oder Polieren ist hierbei fehl am Platz!
 

Offenporige Möbeloberflächen dürfen immer nur feucht, nicht nass behandelt werden!

 
Da lackiertes Holz zerkratzen kann, solltest du für das Wischen weder Mikrofasertücher noch Putzmittel mit Scheuerpartikeln, zum Beispiel Scheuermilch, verwenden. Mikrofasertücher wirken auf Lack-Oberflächen wie leichte Stahlwolle. Versuchst du mit ihnen stärkere Verschmutzungen zu beseitigen, schmirgelst du wohlmöglich die Lackierung ab. Als Reinigungsmittel eignen sich Allzweckreiniger, die pH-neutral sowie Alkali-frei sind. Auch Geschirrspülmittel kommen für die Reinigung von lackierten Holzmöbeln in Frage – aggressive Bad- und WC-Reiniger sind allerdings ein No-Go.

Sind die Verschmutzungen auf der Lackoberfläche etwas hartnäckiger, kannst du das Reinigungsmittel in höherer Konzentration verwenden, anschließend mit klarem Wasser und zuletzt mit einem trockenen Tuch nachwischen.
 

Du solltest Reinigungsmittel niemals unverdünnt auf die Lackoberfläche geben, um Beschädigungen zu vermeiden.

 
Prüfe bei jeder Reinigung, ob du Kratzer auf der Oberfläche entdeckst. So erkennst du kleine Beschädigungen rechtzeitig und kannst sie reparieren, bevor sie zu größeren Problemen werden.

Tipps zur Reinigung von Lack-Oberflächen:

  • Wische regelmäßig Staub und verzichte auf aggressive Reinigungsmittel, um die Lebenszeit von Lackoberflächen zu verlängern.
  • Für lackiertes Holz eignen sich Reinigungstücher mit einer glatten Oberfläche, zum Beispiel aus Leder oder feiner Baumwolle.
  • Verschüttete Flüssigkeiten und feuchte Stellen sollten schnellstmöglich getrocknet werden.

 

 

So geht’s: Lack-Oberflächen pflegen

Über das regelmäßige Reinigen hinaus können Holzmöbel mit lackierten Oberflächen noch etwas mehr Zuwendung vertragen. Zur Pflege eignen sich Polituren oder Pflegemittel vom Fachmann. Möbelpolituren sollten jedoch nicht mehr als ein Mal pro Jahr verwendet werden, um den Lack zu schonen. Einige Pflegemittel bilden einen Film und sind eingefärbt, weshalb sie sich nicht für die Behandlung von hellen Hölzern eignen. In jedem Fall gilt: Immer schön die Gebrauchsanleitung lesen!
 

Pflegemittel, die eingefärbt sind, eignen sich nicht für helle Holzmöbel. Sie verstärken aber die optische Wirkung von dunklem Holz.

 

Holzmöbel pflegen: Gelaugte & geölte Oberflächen

Oberflächen, die gelaugt oder geölt werden, kommen dem Wunsch nach „Holz pur“ wohl am nächsten: Die Maserung ist klar zu sehen und lässt sich mit der Hand nachfühlen. Wobei geölte Hölzer jedoch etwas glatter sind und sich hierbei im Laufe der Zeit fettige Rückstände zwischen den Fasern ablagern können. Gehören deine Holzmöbel in diese Kategorie, kannst du sie feucht (nicht nass!) abwischen und mit einem Neutralreiniger von Flecken befreien.

Sind die Verschmutzungen zu hartnäckig, muss die Oberfläche angeschliffen und anschließend mit einem Tuch abgewischt werden. Anschließend sollte die betroffene Stelle neu geölt werden. Generell empfiehlt es sich, geölte Oberflächen alle paar Jahre nachzubehandeln. Besonders, wenn sie stark beansprucht werden. Dazu das Holz reinigen, Holzöl auftragen, einziehen lassen und zuletzt mit einem weichen Baumwolltuch polieren.

Holzmöbel säubern: Gewachste Oberflächen

Holzoberflächen, die gewachst wurden, zeichnen sich durch eine natürliche Struktur aus. Manchmal lassen sich dort Wachsrückstände als fettiger Film ertasten. Sie sollten einmal pro Woche entstaubt und feucht abgewischt werden. Nimm dir einmal pro Jahr die Zeit, das Holz nachzuwachsen. Dazu reinigst du die Oberfläche mit einem sanften Neutralreiniger und trägst dann den Naturwachs auf. Beliebt ist Bienenwachs, der sich gut mit einem fusselfreien Wolltuch auftragen lässt. Warte ein paar Minuten bevor du das überschüssige Wachs entfernst und die Oberfläche polierst.
 

Holzwerkstoffplatten, die mit Melaminharz beschichtet sind, sollten vor Dauertemperaturen von > 50°C geschützt werden. Technische Geräte mit Wärmeabstrahlung, z.B. Laptops, solltest du daher nicht direkt auf der Oberfläche platzieren.

 
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Bilder: Quelle – deinSchrank.de / pexels.com