Einrichtungsstil: Shabby Chic

Shabby Chic Möbel, Kommode

Neue Möbel auf alt trimmen und dadurch ein ganz besonderes, märchenhaftes Wohngefühl schaffen: Darum geht es beim Wohnstil Shabby Chic. In diesem Artikel stellen wir euch den Look vor und verraten euch, was diesen Einrichtungsstil so besonders macht. Zudem geben wir euch Tipps & Tricks zur passenden Einrichtung für euer eigenes Zuhause.

Was ist das eigentlich?

Wörtlich bedeutet Shabby Chic zwar „schäbiger Schick“, schäbig oder gar hässlich ist dieser Stil aber keineswegs. Ganz im Gegenteil: Der Stil zeichnet sich durch eine romantisch, verspielte, dezente und weibliche Note aus. Mit „shabby“ sind viel mehr die künstlichen Gebrauchsspuren gemeint, die in viele Möbelstücke nachträglich eingearbeitet werden. So wird eigentlich neu produzierten Schränken, Tischen, Stühlen und Kommoden der Glanz alter Tage eingehaucht. Sie erhalten durch die Bearbeitung der Oberflächen einen ganz neuen Charakter und sprühen nur so von unerzählten Geschichten.

Kleiner Geschichtsexkurs: Dieser Look entstand in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in Großbritannien. Er zitierte die Einrichtungsstile alter Landsitze in Gentry und wurde maßgeblich im Jahr 1989 durch Rachell Aswill geprägt. Aswhill begann ihre Karriere mit einem kleinen Lädchen, der gebrauchte antike Möbel und Dekoartikel anbot, und besitzt mittlerweile mehrere Labels, die Möbel im Shabby Chic produzieren.

Markenzeichen des Shabby Looks

Der Shabby Chic kommt zumeist romantisch, verspielt, imperfekt, unaufdringlich und mit einer weiblichen Note daher. In erster Linie werden natürliche, scheinbar unbearbeitet Materialien wie Holz verwendet. Hinzu kommen liebliche, glänzende Accessoires: Schimmernde Spiegel, Kristallleuchter, glitzernde Vasen und Stoffe mit floralen Mustern wie Blüten und Ranken passen perfekt ins Raumbild und schaffen eine gemütliche Atmosphäre.

In der Formensprache wird eklektizistisch auf die Epochen Rokoko, Louis-quinze, Chippendale und Neobarock verwiesen: Ornamente, Fauna und Flora stehen im Vordergrund. Diese passen perfekt zu den Pastelltöten des Shabby Chic – matte Weißtöne, zartes Rosè, Türkis, sowie Beige, Grau und Violett bestimmen den Look.

Do it Yourself

Wer sich diesem Stil entsprechend einrichten möchte, kommt quasi gar nicht daran vorbei, selber Hand anzulegen. Viele Möbelstücke können selbst auf alt getrimmt werden: Warum nicht einfach die alte Kommode von Oma selber lackieren und abbeizen?

Abgeplatzter Lack und Gebrauchsspüren müssen nicht auf natürliche Weise entstehen – da kann Mann (oder Frau) auch schon mal selbst Hand anlegen. So kann man sich kreativ austoben und spart nebenbei noch den einen oder anderen Euro! Am besten kombiniert man Shabby Möbel mit Fundstücken vom Flohmarkt, alten Accessoires und antiken Erbstücken. Ob alte Koffer, ein süßes Beistelltischchen oder Bilderrahmen mit verschiedenen Farben – die Kombinationsmöglichkeiten sind unbegrenzt. Erlaubt ist, was gefällt! Probiert es einfach aus, ihr werdet sehen: Shabby Chic lädt nur so zum DIY ein!

Euer Niklas


Bilder: Quelle – pixabay.com