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Fototapeten – furchtbar geschmacklos oder furchtbar schön?

Zugegeben, die Fototapete hat nicht gerade das coolste Image. Ich verbinde sie hauptsächlich mit furchtbar kitschigen Motiven, schlecht fotografierten Sonnenuntergängen vor sogenannten Traumstränden, die in geschmacklos eingerichteten Wohnungen (am besten im Wohnzimmer oder Partykeller) den Höhepunkt einer innen-architektonischen Verwirrung darstellen. Aber, wir wissen dass sich die Zeiten ändern und vielleicht tun sie das ja auch für Fototapeten. Letztendlich sind sie eine Variante der Tapete. Und so können wir uns ihnen ja auch nähern. Fototapeten bestehen aus Papier oder Vlies (ein textiles Flächengebilde aus einzelnen Fasern) und unterscheiden sich durch ihren Aufdruck von „normalen“ Tapeten. So finden sich Fotomotive, besondere Designs, aber auch klassische Kunst oder Illustrationen auf ihnen.

Die Fototapete: eine Geschichte voller Missverständnisse

Schon im 17. Jahrhundert gab es solche Tapeten, die mit besonderen Bildern versehen waren, also könnte man die Fototapete als klassisch bezeichnen. Wer hätte das gedacht. So weit der Versuch der Ehrenrettung, aber wie sieht es denn in der Gegenwart mit der Fototapete aus?

Subjektiv gesehen gibt es eine viel größere Auswahl an Motiven. Natürlich finden sich in den Online Shops immer noch die unvermeidbaren Strand und Palmen Fotos, es haben sich aber auch einige andere Landschaftsaufnahmen eingeschlichen. Die Qualität der Aufnahmen (auch technisch gesehen) hat sich stark verbessert. Und wenn man zum Beispiel ein großer Fan von New York ist spricht nichts dagegen, sich eine Tapete mit dem Foto von der Fifth Avenue ins Bad zu hängen. Oder sich als Italienliebhaber die Küche mit einer Fototapete von blühenden Lavendelfeldern zu verschönern. Den Motiven sind keine Grenzen mehr gesetzt, alles das man sich vorstellen kann gibt es auch auf einer Tapete zu kaufen.

Das eigene Foto auf einer Tapete

Bei den meisten Anbietern kann man inzwischen auch ein eigenes Foto zur Tapete werden lassen (es sollte natürlich eine gute Auflösung haben). Das kann einem Zimmer eine sehr persönliche Note geben. Und wie man die Tapete anbringt habt ihr ja hoffentlich in meinem Blog übers Tapezieren gelesen. Dazu sei noch gesagt, dass die Vliestapete zwar ein wenig teurer als die Fototapete ist, aber auch von besserer Qualität und um einiges leichter in der Handhabung. So spricht eigentlich nichts mehr gegen eine Fototapete. Aber die Motivauswahl würde ich mir sehr gut überlegen, schließlich muss man es ja auch einige Zeit ertragen. Zum Schluss stellt sich dann noch die Frage: was ist eigentlich mit Wandtattoos? Wäre das nicht die modernere Variante? Ja, das stimmt. Wandtattoos erfreuen sich in den letzten Jahren eines großen Zuspruchs. Wandtattoos werden direkt auf die Wand aufgetragen und sind, ähnlich der Fototapete, in unzähligen Motiven erhältlich. Will man sie wieder loswerden, muss man die beklebte Wand neu streichen. Andererseits kann man bei den Wandtattoos  noch ein wenig kreativer sein und die eigenen Ideen auch selbstständig umsetzen. Also, ob Tattoo oder Tapete – man sollte es sich sehr gut überlegen, was man jeden Tag an seiner Wand sehen möchte.

Eure Johanna

3 Kommentare

  • frankie

    Also ich finde fototapeten eher furchtbar schrecklich! es gibt ja auch diese wandtattoos, welche ich auch nicht sonderlich hübsch finde. vielleicht bin ich da auch zu klassisch, aber schlicht weiß oder vielleicht hell gelb als wandfarbe reicht mit vollkommen. dann lieber mal ein hübsches bild an die wand!

  • Hans

    ich liebe Fototapeten und das was sie aus einem Raum machen, in wenigen Minuten hat man ein völlig neues Zuhause und es ist so exklusiv.

  • Hans Joachim Berger

    Ich bin Tapetenhans also liebe ich Fototapeten auch. Es muß nur eben richtig passen in den Raum zu den Möbeln, man darf nicht erschlagen werden.
    Man kann mit einer Fototapete so viel erreichen mit so kleinem Aufwand. Auch muß man kein Handwersmeister sein.
    Und diese Strand, Wald und Wiese.
    Es bringt einfach gute Laune, egal welches Wetter draußen herrscht.