Obst- und Gemüseanbau auf dem Balkon: Ein Bauernhof für Zuhause

Tomatenpflanze in NahaufnahmeAls ich in diesem Frühling und Sommer meinen Balkon bepflanzte und mich so zum ersten Mal im Gärtnern versuchte (mehr dazu hier), wagte ich mich zwar „nur“ an Blumen und einfache Gewächse, aber der Gedanke, dass man möglicherweise etwas pflanzen könnte, das nicht nur schön anzusehen sondern auch essbar wäre, ließ mich seitdem nicht mehr los. Deswegen rüste ich mich jetzt schon für das nächste Jahr und lasse euch gerne daran teilhaben. Eine kleine Übersicht darüber, welches Obst und Gemüse man wie und wann auf dem Balkon pflanzen kann.

Am besten eignen sich Balkone in Südost- oder Südwestlage. Sie bieten viel Sonne, die unabdingbar für den Anbau ist, sind dennoch nicht zu heiß für empfindlichere Pflanzen wie zum Beispiel Salat oder Spinat. Tomaten, Auberginen oder Paprika vertragen hingegen viel Sonne und halten es auch auf einen reinen Südbalkon sehr gut aus (es bietet sich dort allerdings an, die Pflanzen zum Beispiel mit einer Bastmatten vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen). Wichtig ist natürlich unabhängig von der Lage eine gute Versorgung mit Wasser und Nährstoffen.

Spart nicht bei der Größe der Töpfe!

Da sich die eingetopften Pflanzen nicht eigenständig mit Wasser versorgen können, ist es wichtig, sie in ausreichend große Töpfe zu pflanzen, die viel Wasser speichern können. Im Zweifelsfall lieber zu groß als zu klein. Am besten entscheidet ihr euch für helle und glasierte Modelle. Dunkle Töpfe speichern mehr Hitze und können sich so stark aufheizen, dass sie die Wurzeln der Pflanzen beschädigen. Unglasierte Töpfe hingegen lassen zu viel Wasser ungenutzt verdunsten. Der ideale Zeitpunkt für das Gießen ist der Vormittag, denn so kann das Wasser direkt verwendet werden und es drohen keine Pilzkrankheiten durch Nässe.

Und was kann ich jetzt eigentlich pflanzen?

Gemüse auf dem Balkon pflanzen

Es bietet sich eine relativ große Auswahl an Obst und Gemüse, das sich für einen Anbau auf dem Balkon eignet. Tomaten, Peperoni und Paprika sind ideal dafür. Auch Andenbeeren (bekannt auch unter dem Namen Physalis), Babyleafsalate oder wilde Rauke sind perfekt für einen Anbau im Balkonkasten. Bei den Obstsorten empfehlen sich vor allem Erdbeeren, Himbeeren, Speisetrauben und Johannisbeeren. Mittlerweile bieten auch viele Gärtnereien kleinwüchsige Baumobstarten an. Apfel-, Pflaumen- oder Birnenbäume sind allerdings ein wenig anspruchsvoller in der Pflege, da sie auch den Winter überstehen müssen. Am besten wäre es, die Kübel in der Erde zu vergraben, wer dazu nicht die Möglichkeit hat, sollte die Töpfe ganz nah an eine Hauswand stellen und die Wurzeln mit Vlies und Noppenfolie vor der Kälte schützen.

Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den nächsten Frühling, wenn ich das alles ausprobieren darf. Habt ihr noch Tipps für mich? Oder interessante Erfahrungsberichte? Ich würde mich freuen!

Eure Johanna

Fotos: der_scholt und GewitterHippie

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4 Gedanken zu “Obst- und Gemüseanbau auf dem Balkon: Ein Bauernhof für Zuhause

  1. Vielen Dank für die tollen Anregungen!
    Ich hätte nur zum Thema “Gießen” noch einen Tipp. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Regenwasser in einer Tonne einfangen und damit die Pflanzen gießen. Das ist besser als Leitungswasser und die Pflanzen wachsen wie verrückt. :-)

    LG Anni

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